Dampflokomotiven der BR 23, 24, 38 und 39 !!


Dampflok Baureihe 23 der ehemaligen Deutschen Bundesbahn


Technische Daten Baureihe 23
Baujahr von - bis 1950 - 1959
Ausmusterung -bis 1975
Beschafft 105 Stk.
Geschwindigkeit 110/85 km/h
LüP mit Tender 21325 mm
Dienstgewicht o.Tender 82,8 t
Treibraddurchmesser 1750 mm.

Historie

Die Baureihe 23 der DB gehörte zum Neubauprogramm der Deutschen Bundesbahn. Zu diesem Programm gehörten noch die BR 65 und BR 82. (siehe Oben !) Die Lok 23 105 wurde am 4.12.1959 von der Firma Jung an die DB ausgeliefert und war damit die letzte an die DB ausgelieferte Neubaudampflokomotive! Die BR 23 sollte im Prinzip die P8 (BR 38) ersetzen. Ein Leistungsheft wurde nie erstellt, da man nicht wußte, wie sich die Anforderungen nach dem Krieg entwickeln.


Dampflok Baureihe 24 der ehemaligen Deutschen Bundesbahn

BR 24 der DB/DR
Technische Daten Baureihe 24
Baujahr von - bis 1928 - 1939
Ausmusterung - bis 1966
Beschafft 95 Stk.
Geschwindigkeit 90 km/h
LüP mit Tender 16995 mm
Dienstgewicht o.Tender 57,4 t
Treibraddurchmesser 1500 mm.

Historie

Die Baureihe 24 der DB/DR war eine "moderne" Lok für Nebenbahnen. Nach Gründung der DRG sah das Beschaffungsprogramm keine Lok in diesem Leistungsprogramm vor, da es genug Lok's aus dem Bestand der Länderbahnen gab.
1928 wurde aber dennoch beschlossen einen Nachbau der bay. Pt 2/3 (DRG 70) und ein Neubauprogramm für Nebenbahnloks 1'C h2-Schlepptenderlok (BR 24) , 1'C1' h2-Tenderlok (BR 64) und 1'D1' h2-Tenderlok (BR 86) für 15Mp Achslast durchzuführen.
Die BR 24 und BR 64 sind deshalb weitgehend identisch.


Dampflok Baureihe 36 der ehemaligen Deutschen Bundesbahn/Reichsbahn ! (pr. P42)

Technische Daten Baureihe 36 0-4
Baujahr von - bis 1898-1910
Ausmusterung - bis 1974
Beschafft ca. 707 Stk.
Geschwindigkeit 90 km/h
LüP mit Tender 14715 mm
Dienstgewicht o.Tender 50,4 t
Treibraddurchmesser 1750 mm.

Historie

Auch die Baureihe 36 findet sich bei allen Länderbahnen wieder, das abgebildete Modell von Arnold wird bei mir im Fachbuch als BR 360-4 pr. P42,  366 meck. P 42 und 3612 old. P 42 beschrieben. Die Nummer dürfte es aber laut meinem Handbuch nicht gegeben haben, es sollte bei 36 438 eigentlich Schluss sein!

Die ersten "Versuchs"-Lokomotiven der BR 36 wurden als Zwillings Maschinen gebaut. Nachdem aber das Anfahrproblem bei Verbundlokomotiven einigermaßen gelöst worden war wurde die Serienversion als Verbundlokomotive gebaut.  Nach dem 1. Weltkrieg mussten mehr als 100 Lokomotiven als Reparationsleistung abgegeben werden. Von der DRG wurden 438 Lokomtiven P 42 der Preußischen Staatsbahn als Baureihe 36 001 - 36 438 übernommen. Die restlichen Maschinen der meck. wurden als 36 601 - 36 620, 36 651 - 36 662 übernommen und die der old. 36 1251 - 36 1258. Eine der Lokomotiven, die 36 457 (man beachte die Nummer) war Versuchslok der DR für die Kohlenstaubfeuerung System Wendler.


Dampflok Baureihe 38 der ehemaligen Deutschen Bundesbahn/Reichsbahn ! (pr. P8)

BR 38 der DB/DR
Technische Daten Baureihe 38
Baujahr von - bis 1906 - 1923
Ausmusterung - bis 1974
Beschafft 3561 Stk.
Geschwindigkeit 100 km/h
LüP mit Tender 18585 mm
Dienstgewicht o.Tender 78,2 t
Treibraddurchmesser 1750 mm.

Historie

Die Baureihe 38 P8 der DR/DB war eine der meistgebauten Lokomotiven.
Bis zum Ende des 1. Weltkriegs waren etwa 2350 Lokomotiven gebaut worden. Durch den Versailler Vertrag mußten 628 Maschinen an die Siegermächte abgegeben werden. Das waren mehr als 25% des Bestands. Die DRG füllte bis 1923 durch Nachbauten den Bestand wieder auf.
Für die Deutschen Bahnverwaltungen wurden insgesamt 3561 Maschinen gebaut!
Charakteristisch für die Preußische P8 ist die 3. Kuppelachse mit dem größeren Abstand zur Treibachse wie die 1. Kuppelachse.


Dampflok Baureihe 39 der Deutschen Reichsbahn (pr. P 10)

BR 39 der DB/DR
Technische Daten Baureihe 39
Baujahr von - bis 1922 - 1927
Ausmusterung - bis 1967
Beschafft 260 Stk.
Geschwindigkeit 110 km/h
LüP mit Tender 22890 mm
Dienstgewicht o.Tender 110,4 t
Treibraddurchmesser 1750 mm.

Historie

Die Baureihe 39 oder pr. P10 ist die "Schnellzugversion für schwere Züge" der BR 38. Die ersten Lok's wurden sogar als BR 17 ausgeliefert und später Umnummeriert. Die Kuppelachslast sollte 17 Mp nicht überschreiten, wurde aber mit 19 Mp überschritten. Das schränkte den Einsatzbereich sehr ein, da viele Strecken noch nicht für diese Last ausgebaut waren. Um genügend Leistung zu haben wurde die Lok mit einer Drillingsmaschine ausgerüstet. Durch schlechte Luftzufuhr konnte diese Maschine ihre Leistung nie voll erreichen. 1954 wurde eine Lok bei der DB mit geänderten Luftwegen versehen. Bei Messfahrten wurde eine Verbesserung der Kesselleistung um 42% !!! gemessen. Da aber schon ein Ende der Dampflokzeit abzusehen war, wurden die 39er der DB nicht mehr mit neuen Kesseln usw. versehen. Bei der DR erhielten 85 Maschinen einen neuen Kessel!


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